GSXR 750 (K5)-Schwinge in GSXR 750 (GR 7 AB)

Nachdem ich zwar mit der Schwinge der SRAD ziemlich zufrieden war, ich jedoch das Fahrwerk einfach nicht straffer bekommen habe und am Ende der Saison 2006 gar einige Verschleißspuren an einem der Fahrwerks-Lagerhülsen feststellen musste (eigentlich bedenkenlos, kann auch gut aufgrund des Alters gewesen sein), wollte ich mich noch mal am Umbau einer K-Schwinge versuchen. Die Schwingen der K-Modelle erschienen mir leichter und im Tunnel für das Federbein bietet sich mehr Platz für unterschiedliche Anstellungen des Federbeins und damit auch für eine größere Variation der Umlenkhebel, als dies bisher der Fall gewesen war. Da die Länge der Schwinge zudem noch nahezu gleich geblieben ist (K5 ist ca. 10 mm länger), dürfte sich hieraus auch kein Handling-Nachteil ergeben. Lediglich die Hülsen und Lager für die Zugstreben und die Schwingenachse schienen mir ein wenig unterdimensioniert. Dann das Trockengewicht meines Bombers mit ca. 200 kg jedoch nur unwesentlich über dem einer GSXR 750 K5 mit 188 kg liegt und ich fast ausschliesslich alleine fahre, scheint es mir machbar zu sein. Die Felge der SRAD will ich dabei natürlich beibehalten. Bei einem Umbau wie diesem ist natürlich zu beachten, dass er nur mit entsprechendem Fachwissen und - ganz wichtig - in vorheriger Absprache mit einem fachkundigen TÜV-Prüfer durchgeführt werden sollte!

Im Gegensatz zum Einbau der SRAD-Schwinge werde ich mich hier kurz fassen und verweise hiermit für Besonderheiten und Alternativen sowie ausführlichere Daten auf die entsprechende Seite. Lediglich die wichtigsten Aspekte sollen hier kurz angesprochen werden.

 

  Vergleich der Schwingen

Anbei ein kurzer Vergleich der Daten der Schwingen zwischen Bj. 1990 und Bj. 2005. Aus den beiden folgenden Skizzen (Abb. 1 und Abb. 2) werden auch die zum Umbau benötigten Teile ersichtlich:


Abb. 1

Länge: 530 mm
Breite vorne: 228 (X) mm
Breite hinten: 250 (289) mm
Achsdurchmesser S: 20 mm
Achsdurchmesser R: 20 mm
Achslängen: X
LdmZu: X mm


Abb. 2

Länge: 520 mm
Breite vorne: 232 (X) mm
Breite hinten: 262,5 mm
Achsdurchmesser S: 25 mm
Achsdurchmesser R: 28 mm
Achslängen: X
LdmZu: 14 mm

Länge: Länge vom Mittelpunk der Schwingachse bis zum Beginn der Aufnahme für die Radachse

Breite vorne: Breite der Schwinge an der Schwingenaufnahme mit (ohne) Abdeckkappen

Breite hinten: Breite der Schwinge an der Radaufnahme innen (außen)

Achsdurchmesser S: Achsdurchmesser der Schwingenachse

Achsdurchmesser R: Achsdurchmesser der Radachse

Achslängen: Länge der Achsen (Rahmen/Rad) über alles

LdmZu: Lagerdurchmesser der Zugstrebenaufnahme bzw. Hülsendurchmesser außen

Suzuki GSXR 750 (GR7AB) Suzuki GSXR 750/1000 K5

Die Schwingen von der 750er und 1000er K1,2,3 sind angeblich gleich und können problemlos beispielsweise in die GSXR 600 übernommen werden, bei der K3 muss die hintere Bremssattelaufnahme von der K3 mitverbaut werden. Ab der K4 wird es schon schwieriger, da die Aufnahme für die Umlenkung anders ausgelegt ist, Schwingenbreite und Länge sind jedoch gleich. Ab der K5 wird die Schwinge angeblich wieder etwas länger, wodurch beim Umbau dann wieder andere Probleme entstehen. Um die SRAD-Felge in der GSXR-750 K5-Schwinge behalten zu können, sind auf der rechten Seite ca. 4 mm Distanz zu überrbücken (Das Rad der K-Modelle scheint also ein wenig breiter ausgelegt zu sein). Diese werde ich wohl abschliessend in Verbindung mit einem neuen Bremssattelhalter für einen Brembo-Bremssattel überbrücken.

Darüber hinaus ist die Aufnahme des Bremsankers, welcher in die Schwinge greift, ein wenig arg weit draussen, so dass hier eine aufgeschraubte Distanz (ca. 4 mm dick) mehr Sicherheit bietet.

Hiermit erst einmal ein paar Abmessungen, die für einen Umbau relevant sein könnten:

Abb. 3: Schwinge GSXR 750 K5 Abb. 4: Schwingenlagerhülse Abb. 5
Bremssattelaufnahme

Die Schwingenlagerhülse kann wie bei dem Einbau einer SRAD-Schwinge verklebt werden.

Entweder die gsamte Bremse der K5 wird übernommen (inkl. Halter) oder mit Hilfe passender Distanzen und der Abstützung am Rahmen der öligen GSXR wird der originale Bremssattel auf dem Halte einer SRAD montier oder aber man vebaut einen eigenen Halter.

  Die benötigten Teile

 

Schwinge Schwinge ( Achs- und Bremssattelaufnahme) Schwinge (Vorderteil) Bremssattelhalter (original)
Schwinge grob montiert Federbein K4 (325 mm) oben obere Federbeinaufnahme oder Distanzplatte (ca. 10 mm)  
Rahmenaufnahme Rahmenaufnahme Umlenkhebel der ZXR  

Sonstige Daten/Informationen

Umlenkhebel einer ZXR (s. Liste)
Länge der verbauten Zugstreben: 130 mm
DIe Distanz für die Verwendung der SRAD-Felge in der K-Schwinge muss ca. 4-5 mm breit sein

 

  So sieht`s aus

 

Die originale Schwinge der GR 7 AB Die Schwinge der GSXR 750 SRAD  
Die originale Schwinge Die Schwinge der GSXR 750 SRAD Die Schwinge der GSXR 750 K5  

 

  Vorgehensweise zum Umbau

 

Auf den Winter warten...

Für weitere Informationen verweise ich zunächst auf die Seite zum Einbau einer SRAD-Schwinge und melde mich hier erst wieder mit Fahrberichten. Ansonsten habe ich dieses Wochenende (17./18. März 2007) wenigstens schon mal probesitzen dürfen...der Eindruck ist vielversprechend.

   
     
Anmerkungen:
Der erste fest montierte Umbau (7.4.2007) erscheint ein wenig zu hoch, so dass hier voraussichtlich längere Zugstreben zum Einsatz kommen müssen. Es sieht zwar sehr gut aus, wird aber wohl eher unhandlich zu Fahren sein. Da ich erst noch den Motor neu abdichten muss, werden die ersten Fahrversuche wohl erst gegen Ende April stattfinden können.
   
     
Soooo...die erste Ausfahrt ist am 1. Mai 2007 erfolgt. Aus einer ursprünglich geplanten kurzen Testfahrt sind 600 unterhaltsame Kilometer geworden, bei denen sich selbst die Grundeinstellungen aus dem Einbau schon bewährt haben. Die Kiste läuft ruhiger über Bodenwellen (wg. dem neuen Federbein?), ist ein wenig handlicher (steht aber auch deutlich höher hinten) und hat aufgrund der 2 cm längeren Schwinge ggü. der SRAD auch sehr guten Grip beim Herausbeschelunigen aus Kurven und einen exzellenten Geradeauslauf bei ca. 285 km/h (Digi-Tacho!). Ausgefahren habe ich den Bock allerdings noch nicht. Ich bin gespannt, was die Feineinstellungen des Fahrwerks noch möglich machen.
 
     
Mittlerweile ist es Sommer 2008. Das Fahrverhalten ist nahezu brilliant, an der Feinabstimmung feile ich immer noch herum, da das Heck nun immer noch deutlich höher steht (Zugstreben zu lang) als im originalen Zustand und dementsprechend der Schräglagensenso "Knie" erst dann aufsetzten wird, wenn der Bock mal wieder gerutscht ist. Das ist mir nach dem letzten Crash einfach zu heikel, somit folgt die Tage der nächste Versuch mit Zugstreben von 135 mm Länge.
   

 

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