Cockpit-Umbau

Wer nicht nur auf Praxistauglichkeit seiner Armaturen Wert legt, sondern sich bei dem Anblick auch wohlfühlen will, legt hier Hand an. Denn die originale Gestaltung (s. rechts) ist nun wirklich nicht die schönste. Auch mir gefiel das irgendwann einmal nicht mehr und so begann nach und nach die Arbeit an einer Gestaltung, die etwas mehr meinen Vorstellungen entspricht.

Eine zweite Version habe ich mittlerweile wieder verworfen, da es mir einfach zu wenig Änderungen gegeben hätte.


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Prinzipiell ist der Umbau kein Problem. Beim TÜV sollte man möglichst viel Zeichnungskram anschleppen (keine Handzeichnungen), und ein wenig Fachkenntnis demonstrieren, auch wenn's noch so sinnlos ist. Die Leuchten für Blinker und Fernlicht müssen beschriftet werden. Entweder durch Symbol in der Leuchte oder Beschriftung unmittelbar daneben. Schöne Dioden mit Chromfassung gibts beim Conrad Electronic (ca. 13DM), die Dioden mit Symbol kosten um die 30DM (z.B. www.rocknride.de ).

Zwei Beispiele für Fassungen:

Digitale Tachos dürfen grundsätzlich benutzt werden, müssen aber beleuchtbar sein. Für denjenigen, der die originalen Instrumente weiter nutzen möchte, jedoch die hässlichen Signalleuchten weg haben will, habe ich vielleicht ein paar Anregungen.

Alles beginnt mit den groben Abmessungen und der Auswahl geeigneter Bauelemente. Die Platte sollte aus Alu sein, die Signalleuchten wollte ich durch LED's ersetzen. Alu hat man ja nun mal im Keller liegen und nach ein wenig stöbern im Conrad-Katalog entschied ich mich zunächst einmal für folgende Bauteile :

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Die rechte untere rote LED soll als Platzhalter für einen eventuellen Schaltblitz dienen, der Bogen in der Platte ist dementsprechen anzupassen. Die blauen LEDs mit 5mm Durchmesser gibt's mit klarem oder getöntem Leuchtkopf und kosten stolze 2,xy EUR pro Stück.

Da zwischendurch im April 2004 mal die Gabel anfing zu ölen und ich feststellen musste, dass ich aufgrund des Pfuschs eines der Vorbesitzer das Teil tatsächlich in die Werkstatt bringen musste, blieb schon mal Zeit, sich das ganze Gedönse hinter der Kanzel ein wenig genauer anzuschauen und in dem Atemzug auch gleich mal den Tachohalter ein wenig zu "überholen":
   

 bereits lackierter Halter in Audi/VW silber

Anbauteile der Armaturen Armaturen in RAL 1007 Narzissengelb  

Einbauhinweise

Da durch eine LED in nur ein begrenzter Strom fliessen darf, werden bei LEDs ohne eingebauten Vorwiderstand diese Widerstände zusätzlich benötigt. Hier gelten als Richtwerte ca. 15 mA für Standard-Dioden und ca. 1,5 mA für Low Power-Dioden. Die Durchlassspannung einer LED ist an ihrer Farbe erkennbar und beträgt für rote Dioden ca. 1,65 V, für gelbe Dioden, 2,1 V, für grüne Dioden ca. 2,7 V und für blaue Dioden ca. 3 V (?). Der beispielsweise für eine rote Diode benötigte Vorwiderstand beträgt dann (12 V - 1,65 V) : 15 mA = 690 Ohm. Der nächstliegende Standardwiderstand liegt bei 680 Ohm. Nur so kann die Haltbarkeit einer LED auch lange gewährleistet werden. Der Vorwiderstand wird natürlich in Reihe geschaltet.
LEDs mit integriertem Vorwiderstand bietet beispielsweise Conrad Elektronik.

Da der Strom eine LED nur in einer Richtung durchfliessen darf, ist auf die richtige Polung zu achten. Das kürzere Beinchen der LED ist die Kathode und wird auf die Masse gelegt, das längere Beinchen ist die Anode (der Teil, wo der Strom ankommen muss).

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